Die synoptische Frage in den Apparaten
Wie textkritische Varianten Quellenkritik beruehren — eine Sequenz durch zwei Stellen, an denen die synoptische Beziehung sichtbar wird.
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01
Τόμος
06 — ΠερικοπέςBand 6 — Synopsis. Der Rahmen: warum eine Synopse, und was sie textkritisch sichtbar macht.
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02
Εγγραφή υπομνήματος
Mt 5,3 — πτωχοὶErste Seligpreisung. Mt hat 'die Armen im Geiste', Lk 'die Armen' — die textkritische Variante 'tw pneumati' bei Lk wird in einigen Zeugen ergaenzt. Ein Beispiel fuer Anpassung an den parallelen Text.
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03
Χειρόγραφο
ℵ — Codex SinaiticusCodex Sinaiticus — der Hauptzeuge fuer die kuerzere Lukas-Lesart in den Seligpreisungen.
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04
Χειρόγραφο
B — Codex VaticanusCodex Vaticanus — bestaetigt mit ℵ die kuerzere alexandrinische Lesart.
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05
Εγγραφή υπομνήματος
Joh 1,1 — θεόςGoettlichkeit des Logos — kein synoptisches, sondern ein johanneisches Problem, hier als Kontrast: das vierte Evangelium folgt nicht der synoptischen Logik, seine textkritischen Varianten haben andere Triebkraefte.
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06
Χειρόγραφο
D — Codex Bezae CantabrigiensisCodex Bezae — der westliche Zeuge mit den groessten synoptischen Anpassungen, vor allem in Mt+Lk im Verhaeltnis zu Mk.
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07
Τόμος
05 — Editio Critica MaiorBand 5 — Editio Critica Maior. Wie die ECM Apparate fuer alle synoptischen Parallelen liefert und damit textkritische und quellenkritische Fragen verschmilzt.