¹ Ἐν ἀρχῇ ἐποίησεν ὁ θεὸς τὸν οὐρανὸν καὶ τὴν γῆν.
² ἡ δὲ γῆ ἦν ἀόρατος καὶ ἀκατασκεύαστος, καὶ σκότος ἐπάνω τῆς ἀβύσσου, καὶ πνεῦμα θεοῦ ἐπεφέρετο ἐπάνω τοῦ ὕδατος.
³ καὶ εἶπεν ὁ θεός Γενηθήτω φῶς. καὶ ἐγένετο φῶς.
⁴ καὶ εἶδεν ὁ θεὸς τὸ φῶς ὅτι καλόν· καὶ διεχώρισεν ὁ θεὸς ἀνὰ μέσον τοῦ φωτὸς καὶ ἀνὰ μέσον τοῦ σκότους.
⁵ καὶ ἐκάλεσεν ὁ θεὸς τὸ φῶς ἡμέραν καὶ τὸ σκότος ἐκάλεσεν νύκτα. καὶ ἐγένετο ἑσπέρα καὶ ἐγένετο πρωί, ἡμέρα μία.
[…]
²·¹ Καὶ συνετελέσθησαν ὁ οὐρανὸς καὶ ἡ γῆ καὶ πᾶς ὁ κόσμος αὐτῶν.
² καὶ συνετέλεσεν ὁ θεὸς ἐν τῇ ἡμέρᾳ τῇ ἕκτῃ τὰ ἔργα αὐτοῦ ἃ ἐποίησεν, καὶ κατέπαυσεν τῇ ἡμέρᾳ τῇ ἑβδόμῃ ἀπὸ πάντων τῶν ἔργων αὐτοῦ ὧν ἐποίησεν.
³ καὶ ηὐλόγησεν ὁ θεὸς τὴν ἡμέραν τὴν ἑβδόμην καὶ ἡγίασεν αὐτήν, ὅτι ἐν αὐτῇ κατέπαυσεν ἀπὸ πάντων τῶν ἔργων αὐτοῦ, ὧν ἤρξατο ὁ θεὸς ποιῆσαι.
⁴ᵃ Αὕτη ἡ βίβλος γενέσεως οὐρανοῦ καὶ γῆς, ὅτε ἐγένετο.
Die Schöpfung
§A 1
HEעברית (נוסח המסורה)
¹ בְּרֵאשִׁ֖ית בָּרָ֣א אֱלֹהִ֑ים אֵ֥ת הַשָּׁמַ֖יִם וְאֵ֥ת הָאָֽרֶץ׃
² וְהָאָ֗רֶץ הָיְתָ֥ה תֹ֙הוּ֙ וָבֹ֔הוּ וְחֹ֖שֶׁךְ עַל־פְּנֵ֣י תְה֑וֹם וְר֣וּחַ אֱלֹהִ֔ים מְרַחֶ֖פֶת עַל־פְּנֵ֥י הַמָּֽיִם׃
³ וַיֹּ֥אמֶר אֱלֹהִ֖ים יְהִ֣י א֑וֹר וַֽיְהִי־אֽוֹר׃
⁴ וַיַּ֧רְא אֱלֹהִ֛ים אֶת־הָא֖וֹר כִּי־ט֑וֹב וַיַּבְדֵּ֣ל אֱלֹהִ֔ים בֵּ֥ין הָא֖וֹר וּבֵ֥ין הַחֹֽשֶׁךְ׃
⁵ וַיִּקְרָ֨א אֱלֹהִ֤ים ׀ לָאוֹר֙ י֔וֹם וְלַחֹ֖שֶׁךְ קָ֣רָא לָ֑יְלָה וַֽיְהִי־עֶ֥רֶב וַֽיְהִי־בֹ֖קֶר י֥וֹם אֶחָֽד׃ פ
[…]
²·¹ וַיְכֻלּ֛וּ הַשָּׁמַ֥יִם וְהָאָ֖רֶץ וְכָל־צְבָאָֽם׃
² וַיְכַ֤ל אֱלֹהִים֙ בַּיּ֣וֹם הַשְּׁבִיעִ֔י מְלַאכְתּ֖וֹ אֲשֶׁ֣ר עָשָׂ֑ה וַיִּשְׁבֹּת֙ בַּיּ֣וֹם הַשְּׁבִיעִ֔י מִכׇּל־מְלַאכְתּ֖וֹ אֲשֶׁ֥ר עָשָֽׂה׃
³ וַיְבָ֤רֶךְ אֱלֹהִים֙ אֶת־י֣וֹם הַשְּׁבִיעִ֔י וַיְקַדֵּ֖שׁ אֹת֑וֹ כִּ֣י ב֤וֹ שָׁבַת֙ מִכׇּל־מְלַאכְתּ֔וֹ אֲשֶׁר־בָּרָ֥א אֱלֹהִ֖ים לַעֲשֽׂוֹת׃
⁴ᵃ אֵ֣לֶּה תוֹלְד֧וֹת הַשָּׁמַ֛יִם וְהָאָ֖רֶץ בְּהִבָּֽרְאָֽם׃
APPמנגנון (BHS / BHQ) 3
- Gen 1,1 בְּרֵאשִׁית — Vokalisation als status absolutus (so MT, V, T) gegen status constructus „Im Anfang, als …" (so Raschi, Ibn Ezra). Konsonantenbestand identisch.
- Gen 1,2 וְרוּחַ אֱלֹהִים MT V — LXX πνεῦμα θεοῦ — bewahrt die ambivalente Bedeutung (Geist/Wind). T paraphrasiert „und ein Wind von vor Gott".
- Gen 2,2 בַּיּוֹם הַשְּׁבִיעִי MT — LXX ἐν τῇ ἡμέρᾳ τῇ ἕκτῃ (sechsten) — Vermeidung der theologischen Schwierigkeit, daß Gott noch am Sabbat arbeitet. SamP, Pesch ebenfalls „am sechsten Tag".
LXXתרגום השבעים
(בהכנה)
TRתרגומים
¹ Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.
² Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.
³ Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht.
⁴ Und Gott sah das Licht, daß es gut war; und Gott schied das Licht von der Finsternis.
⁵ Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein Tag.
[…]
²·¹ So wurden die Himmel und die Erde vollendet und ihr ganzes Heer.
² Und Gott vollendete am siebten Tag sein Werk, das er gemacht hatte; und er ruhte am siebten Tag von all seinem Werk, das er gemacht hatte.
³ Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn; denn an ihm ruhte er von all seinem Werk, das Gott geschaffen hatte, indem er es machte.
⁴ᵃ Dies ist die Entstehungsgeschichte der Himmel und der Erde, als sie geschaffen wurden.
¹ In the beginning God created the heavens and the earth.
² The earth was formless and void, and darkness was over the surface of the deep, and the Spirit of God was moving over the surface of the waters.
³ Then God said, "Let there be light"; and there was light.
⁴ God saw that the light was good; and God separated the light from the darkness.
⁵ God called the light day, and the darkness He called night. And there was evening and there was morning, one day.
[…]
²·¹ Thus the heavens and the earth were completed, and all their hosts.
² By the seventh day God completed His work which He had done, and He rested on the seventh day from all His work which He had done.
³ Then God blessed the seventh day and sanctified it, because in it He rested from all His work which God had created and made.
⁴ᵃ This is the account of the heavens and the earth when they were created.
KKפירושים ביקורתיים 4
- Claus Westermann, Genesis 1–11 (BKAT I/1) (1974), 104–245 — Maßgebliche literarkritische Analyse der Priesterschrift-Schöpfung.
- Gordon J. Wenham, Genesis 1–15 (WBC 1) (1987), 1–40
- Bill T. Arnold, Genesis (NCBC) (2009), 29–62
- Mark S. Smith, The Priestly Vision of Genesis 1 (2010) — Spezialstudie zur P-Theologie der Schöpfung.
KATקַטֵנוֹת 3
- Catena in Genesim (Petit) (TEG 1–4 (1991–2001)) — Kritische Edition der griechischen Genesis-Catenae mit Auszügen aus Origenes, Eusebius, Diodor, Chrysostomus.
- Procopius Gazaeus, Commentarii in Genesim (PG 87,1, ad loc.)
- Catena Aurea (Thomas v. Aquin) (ad Gen 1 (nicht eigenständig, sondern aus den NT-Bezugnahmen))
EXפירושים אקסגטיים 4
- Gerhard von Rad, Das erste Buch Mose: Genesis (ATD 2/4) (1949 (9. Aufl. 1972)), 37–50 — Theologischer Klassiker — Schöpfung als Heilsgeschichte-Auftakt.
- Walter Brueggemann, Genesis (Interpretation) (1982), 11–39
- Nahum M. Sarna, Genesis (JPS Torah Commentary) (1989), 3–17 — Jüdische exegetische Tradition — kontextuelle Lesung gegen mesopotamische Schöpfungsmythen.
- Bruce K. Waltke, Genesis: A Commentary (2001), 55–82
§A 1 ist die priesterschriftliche (P) Schöpfungserzählung — sieben Tage, rhythmische Wiederholungen („Und Gott sprach … und es geschah so … und es ward Abend und es ward Morgen"), kosmische Architektur. Sie ist von §A 2 (Gen 2,4b–25 — jahwistische Garten-Eden-Erzählung) literarisch und theologisch deutlich zu unterscheiden. Keine Parallel-Perikope in Sam-Kgs-Chr (Schöpfung wird dort nicht erzählt, sondern als gegeben vorausgesetzt). Echos finden sich in Ps 8, Ps 104, Hi 38–41, Prv 8,22–31 — diese stehen jedoch nicht in Parallel-Synopsen-Relation.